2026.07.07 D.R.I./ Insomniak, No Sleep til Bad Hersfeld

Hey Leute, Grüße aus Hessen!

Gestern war mal wieder alles andere als normal. Gleich nach der Arbeit ging es schnell ab zum Bahnhof und auf nach Kassel in die Goldgrube. 

Dort angekommen gab ich meinen Rucksack an der Garderobe ab, ging an die Bar, zack Bier in die Hand und ab in die Crowd – denn die Crossover-Könige aus Houston, Texas sind vorbeigekommen: D.R.I. Live! Support: Insomniak aus Gießen, also Action pur.

Insomniak sind kurzfristig für Mortal Terror eingesprungen, haben das Ding aber von Anfang an gerissen. Druckvoller Thrash mit Attitüde voll in die Fresse. Die Goldgrube war schon zum Opener prall gefüllt und die Jungs haben die Leute sofort angezündet. Der Sänger sagte gegen Schluss des Sets noch: „Ausverkauft und das auf’n Dienstag, Ihr seid wahnsinng!“ So muss Support sein.

Mittendrin im Wahnsinn

nach einem kurzen knackigen Soundcheck legten D.R.I los, ich stand mittendrin, bin teilweise im Moshpit mitgelaufen und hab die ganze Zeit gebangt und getanzt. Der Pit war wild und ausgelassen. Kreisverkehr, Pogo, Bierduschen – alles dabei. Aber das Beste: Die Crowd war saucool drauf und komplett in Partystimmung. Keine Ellbogen, nur gute Laune und gegenseitig hochziehen. Genau so muss das sein.

Der Sound war brachial und glasklar. In der atemberaubenden Geschwindigkeit hat jeder Double-Bass-Tritt gesessen und jedes Riff hat dir die Brust weggepustet. Spike’s Ansagen kamen direkt an, ohne Matsch. Für ne Crossover-Show perfekter Sound.

Set-Highlights D.R.I.

D.R.I. haben voll abgeliefert. 3 Songs haben mich persönlich komplett weggehauen:  

All For Nothing, gleich am Anfang – Gänsehaut und instant Pit  

Acid Rain – Dieses Riff… einfach legendär  

Mad Man – Hier ist die Goldgrube endgültig explodiert

Dazu der ganze Rest: 40 Jahre Speed/Crossover/Hardcore/Thrash, gespielt als wär’s 1985. Null Anzeichen von Müdigkeit bei den alten Texanern.

Bester Moment des Abends:

Nach dem letzten Ton kommt so ein Punk-Dude, mit dem ich die ganze Zeit gepogt und gebangt habe, zu mir, grinst breit und sagt: „Diggi, DU bist noch lange kein altes Metall, war mega mit Dir!“

Ich: „Ich brauch jetzt ein Bier!“

Er: „Das kommt jetzt von selbst!“

Dann lacht er und haut ab. Genau DESWEGEN geht man auf Konzerte.

Fazit

Insomniak als Aufwärmer + D.R.I. als Headliner = perfekter Abend. 

Roh, laut, ehrlich und mit ner Crowd die einfach feiert. Wer gestern nicht da war, hat was verpasst. Ich geh mit nem Grinsen, blauen Flecken und Tinnitus nach Hause – hat sich echt gelohnt.

Cheers, Matze!